Countdown…
Bevor wir zu unserem Raumflug starten, müssen wir noch den Countdown abwarten, der bei Zehn beginnt. Dazu passen zwei Stücke aus der Brubeck/Desmond-Schmiede.
Countdown vom Album „Countdown – Time In Outer Space“ des Dave Brubeck Quartetts wurde am 13. Oktober 1961 aufgenommen von
- Dave Brubeck: Klavier
- Paul Desmond: Altsaxophon
- Eugene Wright: Kontrabass
- Joe Morello: Pauken, Schlagzeug
Das 1962 veröffentlichte Album „Countdown: Time In Outer Space“ ist dem amerikanischen Astronauten John Glenn gewidmet. Am 20. Februar 1962 startete er als Pilot an der Spitze einer Atlas-Rakete von der Cape Canaveral Air Force Station in Florida. Er umkreiste dabei als erster US-Amerikaner im All drei Mal die Erde. Die gesamte Mission dauerte vier Stunden, 55 Minuten und 23 Sekunden.
„Countdown“ war das Folgealbum von Brubecks Million-Seller „Time Out“ und auch hier experimentierte Brubeck mit ungewöhnlichen Rhythmen (5/4, 7/4, 11/4). Über das Titelstück schrieb er in den Liner Notes: „Countdown“ opens with a rhythmic ten-note theme stated by the tympani, played by Joe Morello, and moves into a „walking boogie-woogie“ pattern. „Countdown“ anticipates the change in conventional time-relationships, however, by throwing in an extra note in the boogie eight-note pattern so that instead of the usual „8 to the bar“, my left hand plays ten, using the typical octave skip.
TEN…
Der Mega-Hit auf „Time Out“ war natürlich Paul Desmonds „Take Five“ gewesen. Auf seinem Solo-Album Take Ten brachte Desmond mit dem Titelstück ein weiteres Stück im 5/4-Takt heraus: „Take Ten“ is another excursion into 5/4 or 10/8, whichever you prefer. Since writing „Take Five“ a few years back, a number of other possibilities in the 5 & 10 bag have come to mind from time to time. „Take Ten“ is one of them. (Paul Desmond aus den Liner Notes zu „Take Ten“).
In diesem Quartett spielten:
- Paul Desmond: Altsaxophon
- Jim Hall: Gitarre
- Eugene Wright: Kontrabass
- Connie Kay: Schlagzeug
Die Aufnahme entstand am 25. Juni 1963 und damit 6 Tage, nachdem Walentina Tereschkowa als erste Frau im Weltall die Erde in 70,8 Stunden 48-mal umkreist hatte.
